Die 2025 gegründete Schweizerische Gesellschaft für Endoskopie in der Medizin (SGEM) versteht sich als interdisziplinäre Fachplattform für Ärztinnen und Ärzte mit Interesse an diagnostischer und therapeutischer Endoskopie. Ihr Ziel: die endoskopische Versorgung sowie die Ausbildungs- und Qualitätsstandards in der Schweiz nachhaltig zu fördern.
Endoskopische Verfahren sind längst nicht mehr allein Domäne der Gastroenterologie. In der Viszeralchirurgie wie auch in weiteren chirurgischen und internistischen Fachgebieten gehören sie heute zum klinischen Alltag. Die SGEM trägt dieser Entwicklung Rechnung und stärkt den fachlichen Austausch zwischen Gastroenterologie, Chirurgie und Allgemeiner Innerer Medizin – mit einem klaren Bekenntnis zur Interdisziplinarität.
Chirurginnen und Chirurgen, insbesondere Gastrointestinalchirurgen, sind ausdrücklich angesprochen: Die SGEM bietet eine offene, praxisnahe Plattform für Weiterbildung, Qualitätssicherung und interdisziplinäre Zusammenarbeit – unabhängig davon, ob endoskopische Verfahren bereits angewendet oder erst aufgebaut werden sollen.
Ein Kernanliegen der Gesellschaft ist die Einführung des Qualitätslabels «SGEM Endoskopie». Dieses soll einen schweizweit verbindlichen Rahmen für Gastroskopie und Koloskopie schaffen und Fachärztinnen sowie Fachärzten der Allgemeinen Inneren Medizin, Gastroenterologie und Chirurgie einen anerkannten Kompetenznachweis ermöglichen – gegenüber Patientinnen und Patienten, Zuweisenden und Versicherern gleichermassen. Das Label soll in Gruppenpraxen und Tageskliniken ebenso erworben werden können wie in Spitälern der Grund- und Zentrumsversorgung.
Damit verfolgt die SGEM ein übergeordnetes Ziel: eine flächendeckend hochwertige und patientensichere endoskopische Versorgung in der gesamten Schweiz – mit besonderem Augenmerk auf periphere Regionen, in denen der Zugang zu spezialärztlicher Versorgung begrenzt ist.
Parallel dazu entstehen strukturierte Ausbildungscurricula für die obere und untere gastrointestinale Endoskopie, die transparente Ausbildungswege und standardisierte Qualitätskriterien definieren. Langfristig sollen Fortbildungsangebote, Zertifizierungsprogramme und nationale Qualitätsprojekte die endoskopische Medizin in der Schweiz nachhaltig weiterentwickeln.
Mitgliedschaften können direkt über die Website beantragt werden. Auskunft erteilen Dr. med. Urs Graf sowie Geschäftsführerin Stefanie Schenk.
Weitere Informationen unter www.sgem-ssem.ch




