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«Was sollten Chirurg:innen für Fähigkeiten haben?»

Tagtäglich behandeln wir Patient: innen mit den verschiedensten Beschwerden und Diagnosen und es entstehen mannigfaltige Krankengeschichten. Für uns Alltag, stellt der operative Eingriff für unsere Patient:innen ein sehr beeindruckendes Ereignis dar. Wir haben zehn Patient:innen gefragt: «Was sollten gute Chirurg:innen für Eigenschaften oder Fähigkeiten haben?» und haben zehn verschiedene aussagekräftige Antworten erhalten. Das führt uns vor Augen, was den Patient:innen wichtig ist. Mit dem Fokus auf unsere Kernaufgabe sollten wir diese vielfältigen Ratschläge und Ermunterungen in unsere tägliche Arbeit einfliessen lassen.

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Für mich ist das Wichtigste, Vertrauen und einen persönlichen Zugang zum Chirurgen zu haben, da es während der Operation zu einem Kontrollverlust kommt.

Patientin, 32 Jahre, PR-Beraterin, ein Tag nach elektiver Nebenschilddrüsenoperation

Manuelle Geschicklichkeit und dreidimensionales Vorstellungsvermögen sind Voraussetzungen für Chirurgen. Zudem sollten sie kommunikativ sein und auch die unangenehmen Dinge sagen, z.B. die Möglichkeit einer Stomaanlage. Auch sollten sie die Patienten ernst nehmen.

Patientin, 65 Jahre, Hausärztin, drei Tage nach notfallmässiger laparoskopischer Resektion eines infizierten Meckeldivertikels.

Die Chirurgen sollen richtig schauen und nicht warten, wenn es eine dringende Operation braucht.

Patientin, 75 Jahre, Rentnerin, vier Tage nach notfallmässiger Operation bei einem Gallensteinileus.

Chirurgen sollten Personen sein, denen man voll vertrauen kann. Die Chemie muss insbesondere beim Erstkontakt stimmen.

Patient, 58 Jahre, Logistikleiter, zwei Wochen vor Kolostomarückverlegung.

Chirurgen sollten auch auf unvorhergesehene Situationen flexibel reagieren können. Zudem sollten sie hinsichtlich Erkenntnisse à jour sein und die neusten Technologien und Entwicklungen kennen.

Patient, 64 Jahre, Physiker, ein Tag nach notfallmässiger Operation bei einer perforierten Appendizitis.

Chirurgen sollten optimistische Realisten sein. Will heissen, grundsätzlich positiv denken, dabei aber realistisch in ihren Einschätzungen bleiben. Zudem sollten sie sich zu Herzen nehmen, dass man nie ausgelernt hat.

Patient, 63 Jahre, Rentner (ehemaliger Reifenberater in einem Formel-1-Rennstall), zwei Monate nach Mesenterialischämie mit komplikationsreichem Verlauf.

Sympathisch sollten die Chirurgen sein und nach der Operation gut erklären, was während des Eingriffs gewesen und gegangen ist.

Patientin, 66 Jahre, Rentnerin, drei Tage nach Operation einer chronischen enterokutanen Fistelsituation.

Die Chirurgen sollten zuverlässig und mit bestem Wissen und Gewissen die Operationen durchführen. Sie sollten gut einschätzen, ob sie der Aufgabe gewachsen sind. Zudem sollten sie eine gute Ausbildung für den Nachwuchs aufrechthalten.

Patient, 61 Jahre, Schichtleiter, vier Tage nach Nierentransplantation.

Chirurgen sollten eine ruhige Hand haben.

Patient, 80 Jahre, Rentner, zwei Monate nach Dünndarmsegmentresektion und Revaskularisation Art. mesenterica sup. bei Mesenterialischämie.

Die Chirurgen sollten Freude an der Arbeit haben und viel Engagement mitbringen.

Patientin, 71 Jahre, Rentnerin (ehemalige Intensivpflegerin), neun Tage nach notfallmässiger Operation bei perforierter Sigmadivertikulitis.
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